Sonntag, 29. Juli 2012

Abgeschobene verschwinden nicht! Interview mit abgeschobenen Familienvater. - Les expulsés ne disparaissent pas !! Interview avec un père de famille expulsé

Am Tag nach der Aufregung um das brutale Auseinanderreißen der Romafamilie A., durch die Abschiebung des Vaters gibt es nicht nur ein per Internet geführtes Interview mit Sebastijan über die Art und die Folgen der Abschiebung, sondern auch Ergänzungen und Korrekturen zum Ablauf der Verschleppungsaktion am Vorabend:

Inzwischen ist der Name der Person bekannt, die nach Angaben von der Mutter und Zeugen das Baby der Mutter entriss, um damit den Aufenthaltsort der Schwestern abzupressen: Es handelt sich nicht um eine Polizistin, sondern um die zuständige Sachbearbeiterin aus der Ausländerbehörde, Frau Th. Die junge Frau, die zu Öffnungszeiten in der Amsinckstraße in Zimmer 216 ihr Unwesen treibt, ist vielen BewohnerInnen des Billstieg bekannt. Auch bei ihrer Teilnahme an dem Auseinanderreißen der Familie A. ließ sie es sich nicht nehmen, anderen Roma anzukündigen, dass man sich bei der „Verlängerung“ ihrer Duldung wiedersehen werde.

Angesichts des Vorgehens bei Familie A. und der Tatsache, dass in der Nacht vom 27. auf den 28.Juli 2012 die Polizei noch einmal wiederkam, um drei weitere Familien aus dem Billstieg zur Abschiebung abzuholen, kann diese Ankündigung von Frau Th. nur als massive Drohung verstanden werden. Gepaart mit der Ankündigung ihrer Vorgesetzten aus dem SPD-Senat, in den Sommermonaten knapp 1.000 Roma aus Serbien und Mazedonien abzuschieben, sprechen wir erneut von einer Säuberungsaktion der Hamburger Regierung an einer verfolgten Minderheit.

In den Räumen der Familie A. stritten sich die verschiedenen Behörden dann noch darüber, wer für die aus ihrer Sicht misslungene Aktion verantwortlich sei. Die Ausländerbehörde hätte nämlich eigentlich wissen können, dass die vier Mädchen nicht in Hamburg waren: die Falken hatten Verlassenserlaubnisse beantragt und bewilligt bekommen (wegen der rassistischen Residenzpflicht dürfen Geduldete ihren Landkreis bzw. in Hamburg die Stadt nicht verlassen.) Der Streit wurde mit dem Spruch beendet, dass es ja ohnehin die Familie sei, denen die Abschiebekosten zur Last gelegt würden (Wollen Abgeschobene später wieder einreisen, müssen sie tatsächlich vorher ihre Abschiebekosten bezahlen, auch wenn sie bei der Abschiebung noch Kinder waren). Als dann aber die von der Abschiebung betroffene Mutter fragte, warum Frau Th. ihr nicht beim letzten Besuch gesagt habe, dass sie „freiwillig“ ausreisen müssten, befahl die Sachbearbeiterin ihr, zu schweigen: „Schluss mit diesen Zigeunerdiskussionen!“

Inzwischen sind auch die Gründe klarer, warum die Polizei im Auftrag der Ausländerbehörde nicht die vier Schwestern – die übrigens zwischen 6 und 12 Jahren alt sind – mit dem verängstigen und psychisch kranken Vater aus dem Ferienlager entrissen: es fuhr schlicht keine Fähre mehr nach Föhr!

Nach der Abschiebung des Familienvaters Sebastijan A. fordern wir,
·        dass die Mutter mit den fünf Kindern die Möglichkeit zur „freiwilligen“ Ausreise erhält
·        dass sie genügend Zeit bekommt, dies zu organisieren und der Vater eine Unterkunft
·        dass die Ausländerbehörde umgehend eine andere Sachbearbeiterin einsetzt

Wir werden die Familie weiter begleiten, auch nach der Abschiebung und ihre Lebenssituation, 
in welche die Ausländerbehörde eine siebenköpfige Familie hineingezwungen hat, 
dokumentieren.
Abgeschobene verschwinden nicht – Bleiberecht für Alle!!

Noch ein paar Worte zum Gespräch mit Sebastijan:
Es war bewegend und traurig , mit unserem Freund zu sprechen, den wir noch am Tag zuvor im Billstieg gesehen hatten. Seine Frau, mit dem Baby auf dem Arm, hörte sich unser Gespräch nur an. Sie fühlte sich nicht in der Lage, mit ihrem Mann zu sprechen.

INTERVIEW- Samstag 28.7.12
 
Sebo kann ich dich ein paar Sachen fragen?
Ja.

Wie haben sie dich im Bus behandelt?
Die haben mir gesagt, ich muss ruhig sein und ich darf nichts sagen. Ich bin ruhig gewesen ich habe Medikamente getrunken.

Haben sie dir die Medikamente gegeben?
Der Arzt hat mir ein Medikament gegeben

Es war ein Arzt die ganze Zeit dabei?
Es war eine Ärztin. Sie war mit, bis wir in Mazedonien gelandet sind.

Gab es einen Dolmetscher? Damit du mit der Ärztin reden kannst?
Bis Bieberhaus waren Dolmetscher. Danach sind wir in einem Kleinbus aus Sportallee, diese grauen gefahren. Da war kein Dolmetscher mit mir bis Mazedonien.

Was hat das Medikament mit dir gemacht: bist du müder geworden oder wach oder ruhig?
Ich war so ruhig, so müde, konnte mich gar nicht bewegen und so.

Waren auch andere Leute, die abgeschoben wurden?
Es war normales Flugzeug mit Touristen. Nicht getrennt. Ich allein und die Polizei nur wegen mir.

Wie viel Polizei?
Bis Düsseldorf im Kleinbus waren 5 Leute mit mir. Dann sind 2 zurück nach Hamburg. Drei sind mit mir nach Mazedonien gefahren.

Das Flugzeug hatte ziemliche Verspätung , lag es an dir?
Die haben mich zweimal raus und rein genommen. Etwas wegen Motor haben sie gesagt.

Als du in Skopje angekommen bist, was ist passiert?
Die Polizei hat schon gewartet wegen mir. Hat die Papiere genommen von unsere Polizei (er meint die deutschen) die mazedonische Polizei hat gefragt: Was hast du da gemacht, dass sie dich zu dritt begleiten? Wer bist du: ein großer Krimineller? Bandit, Mafia, was bist du? Sie sagten bis jetzt hatten sie das nie gesehen, dass sie jemand mit so großer Bewachung bringen, so viel Polizei. Was hast du getan in Deutschland?
Als ich runtergegangen war, war ein großer Polizist, ein Kommandeur. Er fragte mich, mit welchem Bus ich nach Deutschland gekommen war damals. Wer hat mich gebracht und so...
Die Ärztin hat gesagt: Bitte nicht so viel fragen wenig Stress. Der Mann ist krank. Wenn ihr Fragen habt, schickt einen Brief, dass er später kommt, in 1-2 Wochen, wenn er sich beruhigt hat. Jetzt bitte Ruhe, er braucht Ruhe.
Wir nehmen deine Dokumente jetzt, haben sie gesagt. Ist neues Gesetz: wenn Leute Asyl in einem  anderen Land wollten, dann wird dein pass beim Ankommen weggenommen und du bekommst strafe. Du bekommst ein Termin zum Interview und dann gucken wir weiter.

(Anwesende Mazedonier erklären uns, dass die Strafe 2 Jahre keine Krankenversicherung und kein Sozialgeld bedeutet plus eine Geldstrafe von 2 bis 3.000 Euro.)
Vor mir war ein Junge aus Deutschland, auch abgeschoben wie ich, der musste nach 2 Wochen zur Polizei. Sie haben seinen Pass weggenommen für Minimum ein Jahr. Die andere Strafe ist Geld.

Dann bist du mit dem Bus nach Kumanovo gefahren?
Ich habe einundhalb Stunde gewartet und Autostop gemacht, dass jemand mich mit nimmt nach Kumanovo. Ich habe die Leute gebeten, habe gesagt: Ich bin aus Deutschland abgeschoben hierher , meine Frau und Kinder sind da, ich habe gar nichts und so. Dann hat mich einer mitgenommen.

Was ist mit dem Geld passiert, was du mit hattest?
Vom Billstieg bis zur Ausländerbehörde hat die Polizei alles untersucht: meine Handtasche. Sie haben gesagt: Du brauchst nichts. Wir geben dir die Fahrkarte, so brauchst du kein Geld da.

Hattest du Geld selber?
Fast 120.- habe ich gehabt bei mir.

Die haben sie weggenommen?
Ich hatte fast 200.- Euro. Ich habe etwas gegeben an die Leute, die in mein Zimmer kamen, damit sie auf meine Frau und Kinder aufpassen die tage.

Die habe dir kein Geld gelassen?
Nein, ich hatte nichts zu essen. Heute habe ich wieder was gegessen.

Und haben sie dir ein Papier gegeben, dass sie dir das Geld weggenommen haben?
In Düsseldorf die deutsche Polizei hat mir meine Tasche genommen, mein Telefon und Geld. Ich dachte, wenn ich ins Flugzeug gehe, dann geben sie mir das. Aber sie haben mir meine Sachen gegeben, aber nicht mein Geld.

Zum Abschluss nur eine kurze Anmerkung für die, denen es nicht aufgefallen ist: Die selbe Ärztin, die sich weigerte, sich  bei der Verschleppung Sebos über die  psychische Erkrankung informieren zu lassen, sondern ihn für reisefähig erklärte, ihn dann während der Reise mit  Medikamenten ruhigstellte, gibt gegenüber der mazedonischen Polizei die Anordnung, dass der kranke Mann nicht interviewfähig sei. Vielleicht wollte sie einfach nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass der überlastete Mann in ihrer Anwesenheit dekompensiert oder zusammenbricht..

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Les expulsés ne disparaissent pas !! Interview avec un père de famille expulsé 

Au jour d’après la brutale séparation de la famille A. par l’expulsion du père de famille, voici non seulement une interview avec Sebastijan sur la manière dont il a été expulsé mais aussi des précisions et corrections sur comment les choses ce sont passées la veille : 

Entre temps, nous connaissons le nom de la personne, qui aparement comme la  mère dit a enlevé le bébé des ses bras , pour la forcer à dire où étaient ses filles : il ne s’agit pas d’une policière mais d’une personne chargée du dossier aux autorités des étrangers, Mme. Th. La jeune femme, qui travaille au bureau 216 de la Amsinckstrasse est bien connue des habitants de Billstedt. Ainsi lorsqu’elle participa à la séparation de la famille A. et à l’expulsion de Sebastijan, elle ne se priva de dire aux autres Roms présents,qu’ils allaient bientôt se revoir pour la « prolongation » ou non de leur titre de séjour provisoire (Duldung). 

Aux vues de la manière dont elle a agi vis-à-vis de la famille A. et du fait que de la nuit du 27 au 28 juillet 2012, la police est revenue pour expulser trois nouvelles familles, ne peut se comprendre que comme la menace d’une expulsion de masse. En associant cela avec l’annonce du Sénat-SPD de Hambourg, d’expulser près de 1000 familles Roms pendant l’été, nous dénonçons à nouveau l’action de nettoyage menée par le gouvernement d’Hambourg contre une minorité persécuté. 

Dans l’appartement de la famille A., les différentes administrations continuent à se disputer pour savoir qui est responsable de l’échec de cette expulsion familiale. Les autorités des étrangers auraient normalement du être au courant, que les 4 filles n’étaient pas à Hambourg : le camp de vacances (les Falken) avaient fait une demande d’autorisation de sortie de la ville pour les enfants réfugiés (les lois racistes, dont l’obligation résidentielle, font que les réfugiés « tolérés » (détenant un titre de séjour provisoire) n’ont pas le droit de quitter la ville). La discussion fut terminée par la réflexion que de toutes façons, ce sera à la famille de porter les coûts de l’expulsion : si les expulsés veulent revenir en Allemagne, ils doivent avant, rembourser leur expulsion, même s’ils n’étaient alors que des enfants… Lorsque la mère de la famille A. demanda alors à Mme Th. pourquoi, lors de leur dernière entrevue,  elle ne lui avait pas dit qu’il fallait qu’ils partent « volontairement », Mme Th. lui ordonna de se taire : « Maintenant ça suffit avec ces réflexions de tzigane ! » 

Entre temps, nous savons pourquoi la police, sous les ordres des autorités des étrangers, n’a pas pu arracher les 4 fillettes de leur camp de vacances et les expulser : si tard le soir, il n’y avait plus de ferry pour aller sur l’île de Föhr où elles se trouvent ! 

Après l’expulsion du père de famille Sebastijan A., nous revendiquons :
      que la mère et ses enfants obtiennent la possibilité immédiate à un retour volontaire 
•      qu’ils aient assez de temps, pour organiser leur départ et que la père trouve une logement décent en Macédoine.  
•        que les autorités des étrangers mettent immédiatement une autre personne sur le dossier

Nous continuerons à accompagner la famille, même après l’expulsion et continuerons à documenter leurs conditions de vie et l’endroit en Macédoine où les autorités des étrangers d’Hambourg envoient une famille de 7 membres avec 5 petits enfants. 

Les expulsés ne disparaissent pas – Droit de rester pour tous !!!

Encore quelques mots sur l’échange avec Sebastijan : 
Ce fut triste et émouvant, de parler avec notre ami, que nous avions vu à Hambourg, encore le jour précédent. Sa femme, le bébé dans les bras, n’a fait qu’écouter notre discussion. Elle ne se sentait pas assez forte, pour parler à son mari. 

ENTRETIEN – Samedi 28 juillet 2012 

Sebo , puis-je te poser quelques questions? 
Oui. 

Comment t’ont-ils traité dans le bus? 
Ils m’ont dit que je devais rester tranquille et ne rien dire. Je suis resté tranquille et j’ai pris des médicaments. 

Est-ce qu’ils t’ont donné des médicaments?
Le médecin m’a donné un médicament oui. 

Il y avait un médecin avec toi tout le temps? 
Oui il y avait un médecin. Elle est restée avec nous, jusqu’à l’atterrissage en Macédoine. 

Y’avait-il un traducteur? Pour que tu puisses parler avec le médecin ? 
Au début, il y en avait, après depuis la Sportallee  (vers l’aéroport, endroit où les réfugiés arrivent), on nous a mis dans un bus et il n’y eu plus de traducteur jusqu’en Macédoine.

Quel effet a eu le médicament sur toi: tu as été fatigué, ou réveillé, ou tranquille? 
J’étais si calme, si fatigué je ne pouvais plus rien faire ni bouger. 

Y’avait-il d’autres gens qui ont été expulsés? 
C’était un avion normal, avec des touristes. Je n’étais pas séparé. Mais j’étais seul avec la police qui était là juste à cause de moi. 

Combien de policiers ? 
Jusqu’à Düsseldorf, dans le petit bus, ils étaient 5 avec moi. 2 sont retournés à Hambourg. 3 sont venus avec moi en Macédoine. 

L’avion a eu pas mal de retard, c’était à cause de toi.? 
Ils m’ont sorti deux fois et ramené deux fois, quelque chose avec le moteur ont-ils dit. 

Quand tu es arrivé à Skopje, comment cela s’est-il passé ? 
La police m’attendait déjà, elle a pris les papiers qu’avait la police allemande sur moi et a demandé: „Qu’as-tu donc fait pour qu’ils te ramènent à trois au pays? Qui es-tu ? Un grand criminel, un bandit, mafia, qu’est-ce que tu es ? » Ils ont dit que jusqu’à maintenant, ils n’avaient jamais vu ça, quelqu’un ramené avec une telle surveillance, avec autant de policiers. Qu’as-tu fait en Allemagne ??
Lorsque je suis descendu, il y avait là un grand policier, un commandeur. Il me demanda avec qui j’étais venu en Allemagne, il y a deux ans, quel bus, qui m’avait emmené etc. 
Le médecin a dit: ne lui demandez pas trop svp, il est en état de stress. Cet homme est malade. Si vous voulez lui poser des questions, demandez-lui de revenir plus tard en lui envoyant une lettre, dans une ou deux semaines, lorsqu’il sera plus calme. Maintenant repos, il a besoin de repos !
Nous prenons tes papiers maintenant, ont-ils dit. C’est une nouvelle loi : quand les gens demandent l’asile dans un autre pays, et bien on leur enlève leur passeport quand ils reviennent et on te donne une amende. Tu recevras un rendez-vous pour un entretien et après on verra….
(des macédoniens présents dans la pièce nous expliquent que la punition c’est deux années sans sécurité sociale et aide de l’Etat et une amende entre 2 et 3000€) 
Devant moi, il y avait un garçon d’Allemagne, aussi expulsé comme moi. Il avait du retourner à la police après deux semaines. Ils lui ont pris son passeport pour au moins une année. L’autre punition c’est de l’argent. 

Alors après tu es retourné en bus à Kumanovo? 
J’ai attendu une heure et demie et j’ai fait du stop jusqu’à Kumanovo. J’ai prié les gens de me prendre, j’ai dit : « J’ai été expulsé d’Allemagne ici, ma femme et mes enfants sont encore là bas, je n’ai plus rien…. Quelqu’un m’a pris. 

Qu’est-ce qui s’est passé avec l’argent que tu avais ? 
De Billstedt jusqu’aux autorités des étrangers, dans le bus, la police m’a fouillé de haut en bas et mon sac. Ils ont dit : tu n’as besoin de rien, nous te donnons un billet d’avion, tu n’as besoin de rien d’autre. 

Avais-tu de l’argent sur toi? 
Presque 120.- sur moi. 

Ils te l’ont pris? 
Au départ, j’avais 200.-,j’en ai donné une partie aux gens qui étaient dans ma chambre, pour qu’ils prennent soin de ma femme et enfants ces jours-ci. 

Ils ne t’ont rien laissé? 
Non et je n’avais rien à manger non plus. Aujourd’hui seulement j’ai remangé.

Et t’ont-ils donné un papier qui disait qu’ils t’avaient pris l’argent? 
A Düsseldorf, la police allemande a pris mon sac avec mon argent et mon téléphone. Je pensais qu’ils allaient tout me rendre, une fois dans l’avion. Ils m’ont rendu mes affaires mais ils ont gardé tout l’argent. 

Pour conclure, une simple remarque pour ceux qui ne s’en sont pas rendu compte : le même médecin, qui a refusé de prendre en compte l’état critique de Sebo au moment de la séparation avec la famille et de l’expulsion, qui l’a déclaré en état et voyager et l’a drogué avec des médicaments dans le bus, fait des remarques face aux policiers macédoniens pour qu’ils laissent le pauvre homme malade tranquille et le déclare pas en état de faire un entretien. Peut-être avait-elle peur d’être tenue responsable si d’un coup Sebo avait lâché prise en sa présence ou avait explosé. 






Donnerstag, 5. Juli 2012

Roma pay the price for visa liberation

http://romarights.files.wordpress.com/2012/07/chachipe_visa_liberalisation_report_270612.pdf

4 July 2012 – The visa liberalization with the EU has resulted in arbitrary border controls and travel bans in the countries of the so-called Western Balkans. This is the result of a comparative survey on the measures which have been taken by countries of the region in reaction to EU pressures over an increase in the number of asylum seekers from these countries. Roma, who have been brandmarked as the archetype of bogus asylum seekers, have been the main victims of these measures.

The author of this survey, Chachipe, a Roma rights NGO based in Luxembourg, has analysed the measures which have been put in place by Serbia, Macedonia and other countries of the region, which have been granted a liberalisation of their visa regime with the EU, in order to evade pressures over an eventual reintroduction of visa requirements. They consist in a strengthening of border controls, the revocation or annihilation of travel documents and other forms of punishment.

The NGO found that these measures are most advanced in Macedonia which has recently adopted a law enabling the temporary seizure of the passports of failed asylum seekers. However, similar measures have also been envisaged in Serbia and other countries. Several thousand citizens of these countries, primarily Roma and members, have been arbitrarily deprived of their right to travel on the basis of the mere suspicion that they could be “false asylum seekers”.

In its report, Chachipe highlights the interplay between EU pressures and domestic reactions. The NGO shows how the process of visa liberalisation has already involved considerable changes of legislation including the practice of exit controls, which are today used in order to prevent these countries’ citizens from departing. Pointing out the similarity between the measures taken, the NGO questions the role of the EU, which goes well beyond that of a mere advisor and warner.

Chachipe documents that the multiple vague announcements concerning “negative consequences” and the requests made by several countries including Serbia and Macedonia to EU member states to communicate the names and identity of the asylum seekers has contributed to nurture fears amongst the asylum seekers and the Roma population in general. Moreover, the public information campaigns have also contributed to foment the vision that Roma are responsible for the threats over the visa liberalization.

The report is the outcome of an extensive campaign during which Chachipe together with other NGOs has raised concerns over human rights violations which result from the measures taken in the context of the visa liberalization. In its report, the NGO points out that measures such as arbitrary travel bans and the revocation of passports have already been probed beforehand, in the context of the visa liberalization with Romania.

Taking stock of the so-called Prague airport case, during which Czech Roma were selectively prevented from boarding airplanes to the UK, Chachipe argues that border checks based on ethnic profiling are a blatant infringement of fundamental human rights principles. The NGO calls on the EU not to ask the countries to go against these principles for the sole purpose that the EU does not want to confront the poverty and despair of their Roma population.